Nachdem der Rat der Stadt Wilhelmshaven am vergangenen Mittwoch (21.01.2026) mehrheitlich dem Bau des sogenannten „Green Energy Hub” zugestimmt hat, sind Umwelt- und Klimaverbände weiterhin alarmiert und arbeiten gemeinsam daran, dieses Bauvorhaben doch noch zu stoppen. Auch Fridays for Future möchte sich weiter mit dem Thema auseinandersetzen.
“Dass mit dem „Green Energy Hub” gar keine grünen, also klimafreundlichen Energien gemeint sind, ist viel zu wenigen bewusst und wird durch den Titel des zerstörenden Bauvorhabens bewusst verschleiert.” stellt Finja Maschigefski aus der Ortsgruppe von FFF in WHV/Fri fest. “Dadurch wird nicht nur verharmlost, dass das Naturschutzgebiet “Voslapper Groden” zerstört wird, welches wichtiges Brut-, Überwinterungs- und Durchzugsgebiet für viele Tierarten ist, sondern auch verschwiegen, dass auf diesem etwa 276 Hektar großen Gelände ein drittes, dreckiges LNG-Terminal in Wilhelmshaven geplant wird!”
Fridays for Future sieht darin ein riesengroßes Problem: Durch irreführende Namensgebungen und mangelnde Transparenz können klimaschädliche Bauvorhaben wie das feste LNG-Terminal einfacher mitten in einem wichtigen EU-Naturschutzgebiet durchgesetzt werden, obwohl es ihrer Auffassung nach ausreichend bereits versiegelte Fläche im Industriegebiet gibt.
Martin Lüdders, Mitglied der Gas Projektgruppe von FFF Deutschland erklärt: “LNG, also Flüssigerdgas, ist hoch risikohaft! Bereits in den Ursprungsländern leiden Mensch und Natur extrem durch die Förderung mit der Fracking-Methode. Zudem ist LNG durch Methanleckagen und ineffiziente Umwandlungsprozesse durchschnittlich 33% klimaschädlicher als Kohle, also ein massiver Rückschritt in der Energiewende.”
Über diese Hintergründe und die extrem gravierenden Folgen möchte Fridays for Future informieren und lädt deshalb am kommenden Montag, 26.01.2026 um 19:00 Uhr zu einem Webinar ein.
“Wir möchten ins Gespräch kommen, informieren und inhaltlich diskutieren.” ergänzt Janno Albrecht von FFF WHV/Fri. “Solche wichtigen und folgenreichen Bauvorhaben dürfen nicht einfach so durchgewunken werden. Alle sollten über die Klimaschädlichkeit und die Einflüsse auf die Umwelt direkt vor Ort in Wilhelmshaven informiert sein. Daher laden wir alle Interessierten herzlich ein, am Montag über Zoom mit dabei zu sein.” Mit dabei sind Milena von der Deutschen Umwelthilfe, ein betroffener LNG-Aktivist aus den USA sowie Mona und Janno von Fridays for Future Whv/Fri, die informieren und in den gemeinsamen Austausch kommen möchten. Der Zoomlink sowie weitere Informationen sind auf der Website von Fridays for Future WHV/Fri (fridaysforfuture-whv-friesland.de) unter dem Reiter "Termine" zu finden.